CDU bemüht sich um Kinderarzt

Foto: fotolia.de / Konstantin Yuganov
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Für die CDU-Fraktion im Gemeinderat ist die ärztliche Versorgung in der Stadt ein wichtiges Anliegen. Deshalb hatten sich die CDU-Stadträte mit der Bitte um Unterstützung an die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) gewandt. „Seit dem Tod von Dr. Schuble vor über einem Jahr ist der Kinderarztsitz in Spaichingen vakant. Aus der Bevölkerung kommen regelmäßig Rückmeldungen und Beschwerden, dass die Kinderarzt-Versorgung dadurch gefährdet ist. Viele Eltern tun sich schwer, einen Kinderarzt zu finden und fahren zwischenzeitlich regelmäßig in die Kinderklinik nach Villingen-Schwenningen, nach Singen oder in andere Regionen. Das wollen wir ändern“, so die CDU. Nun besteht Hoffnung: Der Landesausschuss der KVBW hat in seiner Sitzung am 19. Oktober den Landkreis Tuttlingen für Neuzulassungen „partiell geöffnet“. Im Klartext heißt dies, dass eine Neuzulassung einer Praxis in Spaichingen wieder möglich wäre.

Dies war bis vor kurzem nicht der Fall. „Solange der Planungsbereich gesperrt ist, ist eine Neuzulassung nicht möglich. Ein etwaiger Zulassungsantrag eines Interessenten hätte keine Aussicht auf Erfolg. Wir sind insoweit rechtlich an die Bedarfsplanung gebunden“, teilte der zuständige Fachberater Martin Döhmel der KVBW der CDU vor einigen Wochen mit. Er verwies auf die Bemühungen der KVBW, direkt nach dem Tod von Dr. Schuble einen Nachfolger zu finden. „Der Vertragsarztsitz von Dr. Schuble konnte in der vorgesehen Verwertungszeit nicht erfolgreich nachbesetzt werden. Alle Anstrengungen seitens der KVBW, einen geeigneten Bewerber zu finden, führten zu keiner Praxisübernahme in einem gesperrten Planungsbereich“, so Döhmel.

Nun habe sich jedoch eine neue Situation ergeben. Die CDU will deshalb, dass sich die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv an der Suche nach einem Interessenten beteiligt. Dies gelte auch nicht nur für die Kinderarztpraxis. „Die medizinische Versorgung unserer Einwohner ist ein hohes Gut, eine wichtige Aufgabe und letztlich auch ein Standortfaktor. Die ärztliche Versorgung in Spaichingen ist insgesamt gut. Damit dies in den kommenden Jahren so bleibt, sind intensive Bemühungen der Stadt notwendig“, so die CDU abschließend, die zudem einen Austausch oder eine Kooperation mit der Tuttlinger Initiative Donau-Docs vorschlägt. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, dem Ärztemangel im Landkreis mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit, mit Praktika oder Förderprogrammen zu begegnen.

Weiterführende Informationen:

- Beschluss des Landesausschusses
- Aktueller Versorgungsstand

- Link zu der Initiative DonauDocs