MS: CDU macht Vorschlag

In der Gemeinderatssitzung am Montag (19. Mai) hat die CDU-Fraktion einen konkreten Lösungsvorschlag unterbreitet, um die Aussiedlung der MS Spaichingen GmbH sowie den Aufbau eines Nahwärmenetzes zu ermöglichen. „Wir wollen die MS in Spaichingen halten“, so die CDU-Stadträte. Deshalb stimmte die Fraktion geschlossen für den Aufkauf der notwendigen Flächen sowie die Erschließung des Geländes für insgesamt rund 5 Mio. Euro. Auch bei der Abnahme der Abwärme der MS – dem zweiten großen Punkt – stimmte die CDU-Fraktion zu unter der Voraussetzung, dass sich ausreichend Abnehmer für die Wärme in der Stadt finden. Die MS hatte bereits angeboten, 50 % der Wärme für die nächsten Jahre im Bestandsgebäude in der Karlstraße abzunehmen, 20 % - was etwa 60-80 Haushalte oder alternativ öffentliche Einrichtungen bedeuten würde – wäre eine realistische Größe für die Stadt. „Wir haben damit eine Brücke gebaut und wollten einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss erzielen“. Leider habe die MS dies abgelehnt, bedauern die CDU-Räte. Über den Ankauf der Altimmobilie für bis zu 20 Mio. Euro wurde nicht mehr abgestimmt.
Zuvor hatte die CDU-Fraktion einen Bürgerentscheid zu den Kosten der MS-Aussiedlung vorgeschlagen. „Aus unserer Sicht gibt es kaum eine andere Entscheidung, die solche Konsequenzen mit sich bringt. Darüber sollten wir die Bürger informieren und sie um ihr Votum bitten. Denn die Folgen des Beschlusses haben am Ende alle Spaichingerinnen und Spaichinger zu tragen – in die eine wie in die andere Richtung“, so die CDU, die nun weitere Verhandlungen mit der MS erwartet. „Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass die MS ihr Neubauprojekt in Spaichingen verwirklichen wird“.