Stadtspiegel-Diskussion notwendig

Im Juli hatte die CDU-Fraktion beantragt, über die Situation des Spaichinger Amtsblatts „Stadtspiegel“ zu beraten. Die CDU-Fraktion zeigt sich nun erfreut über die rege Diskussion um das Amtsblatt. „Wenn sich allerdings nichts zum Positiven ändert, sehen wir für den Stadtspiegel keine Zukunft“, so die CDU. „Auch wir haben uns im Jahr 2010 für die Einführung des Stadtspiegels ausgesprochen, weil wir uns sachliche Informationen aus dem Rathaus und dem Gemeinderat sowie Mitteilungen aus unserem vielfältigen Vereinsleben erhofften“, so die CDU. Zweiteres wurde erfüllt: Die gelungenen Fotos von Kurt Glückler, die Nachrichten der Vereine, Schulen und Kirchen und die gute Zusammenarbeit mit dem Nussbaum Verlag seien eine absolute Bereicherung für die Stadt, so die CDU-Stadträte.

Gleichwohl ist die CDU mit der Situation des Stadtspiegels unzufrieden. Die CDU sieht nur dann eine Zukunft, wenn dessen Verantwortliche bei der Stadtverwaltung sich wieder auf den Grundgedanken eines Amtsblatts zurückbesinnen: Sachliche und ausgewogene Information der Bürgerinnen und Bürger entsprechend den Statuten, die der Gemeinderat gemeinsam mit dem Bürgermeister festgelegt hat. „Angriffe, Beleidigungen und Anfeindungen von Gruppen und ehrenamtlich tätigen Bürgern haben in einem offiziellen Mitteilungsblatt dagegen nichts verloren und verstoßen genau gegen diese Statuten“, so die CDU. Deshalb müssen aus Sicht der CDU-Fraktion auch kritische Fragen erlaubt sein: „An was liegt es, dass die Auflagenzahl in den letzten drei Jahren auf gerade einmal noch rund 700 Abonnenten – bei 5.500 Haushalten - kontinuierlich zurückging? Warum ist das Werbeaufkommen so gering? Warum wird das Amtsblatt kaum für Veröffentlichungen von Ärzten oder anderen Dienstleistern genutzt? Wie lange macht der Nussbaum Verlag diese Situation noch mit?“. Diese Fragen will die CDU in der Gemeinderatssitzung am Montag beantwortet wissen. „Der Ball im Hinblick auf eine gute Zukunft des Stadtspiegels liegt eindeutig bei der Verwaltung“, so die CDU abschließend.