JU wirbt für Jugendtreff-Container-Lösung

Foto: containerland.de
Foto: containerland.de

Die Junge Union (JU) Spaichingen wirbt in der Diskussion um die künftige Unterbringung des Jugendtreffs sowie des Stadtjugendreferats weiter für eine Container-Lösung an der Schlüsselwiese. „Wir begrüßen es, wenn sich möglichst viele Jugendliche mit dem Thema Jugendtreff befassen, wobei die widersprüchliche Polemik der Jungen Liberalen aus unserer Sicht nicht zu einer zielführenden Diskussion beiträgt“, so der JU-Teamleiter Jugendtreff, Marc Kevin Pötzsch: „Mit unserer Container-Idee wollten wir die Gräben in der Diskussion zuschütten und eine vermittelnde Alternative anbieten“. Die Spaichinger Julis hatten für die alte Stadtgärtnerei als neuen Standort des Jugendtreffs plädiert und die Container-Idee abgelehnt.

„Für uns ist es nicht nachvollziehbar, dass es für Schüler des Gymnasiums normal ist, im Container-Klassenzimmer ihren Schulalltag zu verbringen, aber in der Freizeit ein Containerraum unzumutbar sein soll“, so der JU-Vorsitzende Raphael Heim. Nur zu schreiben, „wir lassen uns nicht in Container abschieben“, wie es die Julis getan hätten, sei deshalb „unqualifiziert“. Mit keinem Wort würden Argumente für eine zeitlich befristete Container-Lösung genannt. Die Julis hätten sich für die alte Stadtgärtnerei als Jugendtreff-Standort ausgesprochen, obwohl ihre eigene Umfrage ein ganz anderes Ergebnis gebracht hätte. „Die Argumentation erscheint mir reichlich dürftig“, stellt Heim fest. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass plötzlich überhaupt keine Notwendigkeit mehr für einen Jugendtreff gesehen werde. Es dränge sich der Eindruck auf, als gehe es den Julis „eher um die Einnahmen aus dem Verkauf des Jugendtreffs als um eine gute Lösung für die vielen Hundert jungen Menschen in der Stadt. Wir haben da eine vollkommen andere Meinung: Einen Treffpunkt und eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche muss es in Spaichingen auch in Zukunft geben“, so Heim.

In anderen Gemeinden gebe es seit Jahren erfolgreiche Modelle, die von den Jugendlichen gut angenommen würden. Eine flexible Container-Lösung verbindet nach Meinung der JU Vorteile wie niedrige Kosten oder die Möglichkeit einer Zusammenlegung des Stadtjugendreferats mit dem Jugendtreff. Auch seien erhebliche gestalterische Möglichkeiten gegeben, gebe es doch in der Auswahl der Container Variationen. Nach wie vor lehnt die JU eine Unterbringung des Jugendtreffs hinter dem Friedhof ab. „Ein Jugendtreff direkt am Friedhof birgt Konfliktpotential in Bezug auf die Grabruhe. Für jegliche Vorkommnisse am Friedhof von verstellten Gießkannen und abgerissenen Blumen bis hin zu Sachbeschädigungen wären immer die Jugendlichen die Schuldigen“, so JU-Vorstandsmitglied Tobias Kellner. Die JU will in Kürze konkrete Pläne für die Lösung an der Schlüsselwiese vorlegen.